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Kreditverpflichtungen im Griff: Eine Fallstudie aus der Praxis

Tobias Wehrle
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Kreditverpflichtungen im Griff: Eine Fallstudie aus der Praxis

Ein Produktionsunternehmen mit zwölf laufenden Kreditverträgen hatte kein zentrales System zur Überwachung der Fälligkeiten. Die Buchhaltung arbeitete mit Excel-Tabellen, die selten aktuell waren.

Ausgangslage und erkannte Schwachstellen

Bei einer internen Prüfung stellte der CFO fest, dass drei Tilgungsraten im selben Monat fällig wurden, ohne dass eine Liquiditätsreserve dafür eingeplant war. Zwei davon wurden mit Verzögerung bedient.

Welche Maßnahmen konkret umgesetzt wurden

Das Unternehmen führte eine einheitliche Kreditübersicht ein: Kreditgeber, Restschuld, Zinssatz, Fälligkeit und monatliche Rate wurden in einem strukturierten Tabellenformat gepflegt. Jede Zeile enthielt ein Ampelsystem für den Zahlungsstatus.

Parallel dazu wurde ein rollendes 13-Wochen-Liquiditätsmodell eingeführt. Kreditfälligkeiten wurden dort als feste Ausgabenblöcke hinterlegt, sodass Engpässe frühzeitig sichtbar wurden.

Was sich nach sechs Monaten gezeigt hat

Keine weitere Verzögerung bei Tilgungszahlungen. Das Finanzteam erkannte außerdem, dass ein Kredit mit 6,8 Prozent Zinsen vorzeitig abgelöst werden konnte, weil die Liquiditätslage besser war als angenommen.

Der entscheidende Punkt dieser Fallstudie

Nicht das Fehlen von Geld war das Problem, sondern das Fehlen von Übersicht. Wer Kreditverpflichtungen erst dann prüft, wenn eine Rate ansteht, verliert Handlungsspielraum. Ein einfaches, konsequent gepflegtes Übersichtsformat reicht oft aus, um diese Lücke zu schließen.

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